vrijdag, februari 05, 2010

Prof. Manfred Hauke over Medjugorje

Dogmaticus en Marioloog Manfred Hauke is in Die Tagespost zeer kritisch over Medjugorje.
Zo zegt hij ondermeer:

"Guadalupe, Lourdes und Fatima zeichnen sich demnach aus durch eine sehr begrenzte Zahl der Marienerscheinungen, durch eine klar konturierte Botschaft, durch die von der Kirche anerkannte Heiligkeit der Seher und durch die beeindruckende Bestätigung aufgrund offenkundiger Wunder. Demgegenüber stellt sich das Phänomen Medjugorje anders dar: Die Zahl der angeblichen Erscheinungen dürfte über 40 000 umfassen; die damit verbundenen Botschaften sind überaus zahlreich und werfen manche kritische Fragen auf; was die Glaubwürdigkeit der Seher anbetrifft, so gibt es in einigen Fällen die Trübung durch das Phänomen der nachweislichen Lüge; ein kirchlich anerkanntes Wunder existiert nicht; die von den Sehern angekündigten Wunderzeichen zur Beglaubigung Medjugorjes sind bislang nicht eingetroffen."

"Gute Früchte allein sind noch keine Bestätigung für den übernatürlichen Ursprung eines visionären Phänomens. In der Medizin bringt auch die Placebo-Therapie mitunter gute Erfolge, die aber nicht dem Medikament als solchem zu verdanken sind. Und selbst an einem Ort, an dem Betrug geschieht oder sogar der Teufel wirkt, ist es möglich, dass die göttliche Gnade wirkt und Menschen sich bekehren und zu Gott finden. Bei den Kriterien für die übernatürliche Glaubwürdigkeit von Marienerscheinungen sind die Früchte mit der Betrachtung des Phänomens selbst und der Bestätigung durch Wunder zu verbinden. In Medjugorje gibt es im übrigen nicht nur gute Früchte, sondern auch eine ganze Anzahl negativer Folgen, die mit dem Phänomen der Erscheinungen verbunden sind. Dazu gehört die Ermunterung an zwei Franziskanerpatres, die von der Seherin Vizka im Namen der „Gospa“ vorgenommen wurde, sich den kanonisch legitimen Anordnungen des Ortsbischofs bezüglich ihres pastoralen Einsatzes zu widersetzen. Auf die wiederholten Aufforderungen der „Gospa“ zum Ungehorsam (13mal) reagierte der damalige Bischof Zanic, der anfänglich dem Phänomen Medjugorje zugeneigt war, mit sehr verständlicher Ablehnung."

"Tomislav Vlasic, der 1981–1988 in Medjugorje wirkte, wurde 2008 durch den Heiligen Stuhl von seinen priesterlichen Pflichten entbunden. Zur Begründung erwähnt die Glaubenskongregation unter anderem Vergehen gegen das sechste Gebot, verschlimmert durch angebliche „mystische Motivationen“. Der Pater hatte in der Tat, unter Berufung auf die Einsprechung durch die „Gospa“ und die Seherin Marija Pavlovic, eine „mystische Ehe“ mit einer Dame aus Deutschland geführt im Rahmen einer gemischten religiösen Gemeinschaft. Diese seltsame Verquickung zwischen persönlichen Neigungen und Mystizismus hat eine längere Vorgeschichte: 1976, also schon vor seinem Einsatz in Medjugorje, schwängerte der Pater eine Ordensfrau in einer gemischten „franziskanischen Gemeinschaft“, schickte sie dann mit frommen Sprüchen nach Deutschland und verleugnete seine Vaterschaft. Dieser Fall wurde 1984 Bischof Zanic und Kardinal Ratzinger bekannt. Ausgerechnet Vlasic brachte von einem charismatischen Kongress in Rom die ihm zugesprochene „Weissagung“ nach Medjugorje mit (6. Mai 1981): „Fürchte dich nicht, ich werde euch meine Mutter senden“. Von Vlasic, so behauptete dabei eine irische Charismatikerin, würden Ströme lebendigen Wassers ausgehen. Der Einfluss einer solchen Gestalt auf die Anfangszeit des Phänomens Medjugorje stellt eine Fülle von kritischen Fragen. Schwerwiegende moralische Vorwürfe werden auch gegen Zovko vorgebracht, den Pfarrer der Anfangsmonate und langjährigen geistlichen Betreuer der Sehergruppe (E.M. Jones, Der Medjugorje-Betrug, 2001)."

"Für den Teufel ist es kein Problem, beispielsweise Statuen zum Weinen zu bringen, Ekstasen und Stigmata hervorzurufen, Fotoapparate zu manipulieren, in Zungen reden zu lassen oder wunderbare Gerüche zu erzeugen. Aufgrund seiner überragenden Kenntnisse der natürlichen Welt kann er in begrenztem Maße auch Aussagen über die Zukunft tätigen, wobei die Wirkkraft der gegenwärtig erkennbaren Faktoren weitergedacht wird. Er kann auch Verborgenes offenbaren, das dem Menschen nicht bekannt ist (mit Ausnahme der Geheimnisse des menschlichen Inneren)."

"Unter den sogenannten zehn Geheimnissen, worüber die Seher nur Andeutungen machen, erwähnen sie als Bestätigung für die Marienerscheinungen ein dauerhaftes und sichtbares Zeichen auf dem Berg der ersten Erscheinung. Die Erfüllung dieses bereits 1981 angekündigten Zeichens steht auch nach fast dreißig Jahren noch aus, ganz im Unterschied etwa zu Guadalupe und Fatima, wo im Erscheinungsjahr selbst ein offenkundiges Zeichen auftrat (das Bild der Gottesmutter auf der „Tilma“ beziehungsweise das Sonnenwunder). Von der einschlägigen Forschung wird als Problem erwähnt die Filtrierung der „Botschaften“ durch die Seher beziehungsweise die damit verbundenen Priester. Die problematischen Aussagen sind oft nur durch entlegene Publikationen der kritischen Quellenforschung bekannt (zum Teil nur auf Kroatisch, Englisch und Französisch) und werden dem breiten Publikum vorenthalten."

"Vor allem in der Anfangszeit des Phänomens gab es einige sehr seltsame Mitteilungen. Nach einem Tonbandprotokoll vom 30. Juni 1981 kündigten die Seher an, nach der Aussage der „Gospa“ sei in drei Tagen (am 3. Juli) das Ende der Erscheinungen, die dann aber weitergingen."

"So schrieb Pater Vlasic am 8.5.1982 in die von ihm verfasste Chronik, nach Aussage der „Gospa“ seien die Heiligen im Himmel nicht nur mit der Seele anwesend, sondern auch mit dem Leib. Hier zeigt sich die heute weit verbreitete, aber von der Kirche verurteilte Irrlehre von der Auferstehung im Tode, worin die Erwartung der zukünftigen Auferstehung bei der Wiederkunft Christi zunichte gemacht wird. Mit anderen Worten: Neben einer Fülle von katechetischen Selbstverständlichkeiten, die sich wesentlich gehaltvoller in der Bibel und im Katechismus finden, enthalten die Botschaften Elemente, die klar gegen einen übernatürlichen Ursprung des Phänomens sprechen."

"Wo das Außergewöhnliche von Visionen zum regelmäßigen, gar alltäglichen Normalfall wird und „Monatsbotschaften“ der Gottesmutter im vorhinein in Radioprogrammen angekündigt werden, ist Skepsis angebracht. Eine Überfülle von Mitteilungen ist typisch für spiritistische Phänomene"

"Wenn nicht endlich die Kirche selbst die Eiterbeule aufsticht, die mit Medjugorje verbunden ist, dann werden kirchenfeindliche Kreise dies besorgen, und zwar mit Wonne. Und dann könnte die Duldsamkeit bezüglich der Medjugorjebegeisterung zum Bumerang werden, der die Kirche von innen her angreift, dann nämlich, wenn die zuvor mit dem bosnischen „Wallfahrtsort“ verbundenen und schließlich enttäuschten Kreise sich gegen den Glauben und die Kirche wenden sollten. Und das könnte auch erklären, dass der Teufel bei seinem Treiben in Medjugorje „gute Früchte“ in Kauf nimmt: wenn er dann nämlich am Ende einen weitaus größeren Schaden für die Kirche hervorrufen kann. Die pastorale Liebe darf nicht getrennt werden von der Liebe zur Wahrheit."

8 opmerkingen:

Schoppenkoning zei

Goed dat de waarheid over deze dwaalverschijningen ook op dit weblog wordt verspreid!

RC zei

Op engels:
http://catholiclight.stblogs.org/archives/2010/02/hauke-on-medj.html

RC zei

Ook een versie op nederlands: http://incaelo.wordpress.com/translations/het-probleem-medjugorje/

Jan Zięba zei
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Jan Zięba zei
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Jan Zięba zei

Geschätzte Brüder und Schwestern im Herrn

Dieser Bericht stützt auf erfundenen Fakten. Es gibt vielerei Tatsachen, die entweder fehlgedeutet oder sogar ursprünglich gefälscht wurden. Man sollte die Behauptungen überprüfen und sich nicht von den Wölfen in Schafspelzen leiten lassen.

Es empfiehlt sich sehr folgenden Artikel durchzulesen und in Ruhe darüber nachzudenken: http://kathspace.com/community/Jan/blog/die-anhaenger-nicht-ins-leere-fallen-lassen-vorurteile-gegen-medjugorje-ein/

Jan Zięba zei

Noch ein Beitrag über den erfundenen "Kleinen Krieg"

Jan Zięba zei

Es gibt noch einen ausführlichen Beitrag zum Artikel Prof. Manfred Hauke, welches von einem Theologen geschrieben wurde, der zuvor eine wissenschaftliche Arbeit über Medjugorje geschrieben hat und sich ernst mit diesem Thema auseinandergesetzt hat. Er ist sehr lesenswert:

http://kathspace.com/community/Jan/blog/prof-manfred-hauke-und-medjugorje-die-liebe-zur-wahrheit/